
Start einer Briefkastenaktion in Sontheim/Brenz
Sontheim, 17.03.2011. Seit Beginn dieser Woche hat die ÖDP in Sontheim/Brenz mit einer Briefkastenaktion zum Thema Atomenergie begonnen. "In Wahrheit ist alles gelogen"- so lautet das Flugblatt des Umweltinstitutes in München, den die örtliche ÖDP in den Briefkästen verteilt. In diesem Flyer wird, nach Angaben der ÖDP das Märchen einer billigen, umweltfreundlichen und sicheren Atomenergie eindrucksvoll widerlegt.
Andreas und Beate Häußler, die beiden Ansprechpartner der ÖDP in Sontheim, stellen zu Beginn der Aktion klar, dass die Aktion schon Monate vor den schlimmen Ereignissen in Fukushima geplant worden sind: "Atomausstieg sofort!"- für diese radikale Position der ÖDP, wurden wir in der Vergangenheit von unseren politischen Gegnern oft belächelt. Leider kommt der Ausstieg für die Japaner jetzt zu spät".
Hart ins Gericht geht die ÖDP in ihrer Postwurfsendung auch mit dem rot-grünen Atomausstieg. Dieser sei im Jahre 2002 nichts anderes als ein "geschickter Schachzug der großen Energiekonzerne gewesen". Statt eines sofortigen Ausstiegs sei den Stromriesen von der Politik sogar ein Betreiben der Atomanlagen über die nächsten Jahre gesetzlich garantiert worden, weiß Andreas Häußler. Gleichzeitig habe rot-grün die Errichtung von Atommüllzwischenlager neben den Kraftwerken ermöglicht. In diesen Lagerhallen würden sich, so die beiden Häußlers, pro Tag 1.377 kg hochradioaktiver Müll ansammeln, in Gundremmingen seien es immerhin 170 kg pro Tag. Schon Ende 2009 sei Gundremmingen nach Information der Bundesregierung das größte deutsche Atommüllzwischenlager Deutschlands - über 40% aller verstrahlten Brennelemente Deutschlands lagerten dort. Dabei sei eine dauerhafte und sichere Entsorgung dieses Mülls völlig im Unklaren. Die einzige richtige Folgerung aus den Ereignissen in Fukushima könne, nach Meinung Andreas Häußlers, nur der sofortige Atomausstieg sein.
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| Nur rund 10 Kilometer ist Sontheim vom AKW Gundremmingen entfernt. Die beiden Sontheimer Beate und Andreas Häußler engagieren sich für die ÖDP gegen das Kernkraftwerk. |