Kreisverband Heidenheim

ÖDP Bundesvorsitzender besucht Botulismus-Hof

GERSTETTEN, 28.02.2011. Sebastian Frankenberger, der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei, machte bei seinem Besuch im Landkreis Heidenheim Station in Erpfenhausen bei Gerstetten. Sebastian Frankenberger, ÖDP-Landtagskandidatin Erika Wiedmann und eine Delegation des Heidenheimer Kreisverbandes wollten sich vor Ort persönlich ein Bild von der Situation der Landwirtsfamilie Schiele machen.
Seit 2002 sind auf deren bäuerlichen Betrieb bereits über 130 Tiere am so genannten "Chronischen Botulismus" verendet. Die Krankheit wird durch das Gift der Bakterien "Clostridium Botulinum" ausgelöst Als Ursache dieser heimtückischen Erkrankung sieht Landwirt Klaus Schiele einen Regenüberlauf der Gemeinde Gerstetten, bei dem über mehrere Jahre ohne behördliche Genehmigung Fäkalien, ungeklärtes Schmutzwasser und allerhand Unrat über zwei seiner Wiesen geschwemmt wurden. Die Gemeinde lehnt jede Verantwortung ab und so streiten sich die beiden Parteien seit mehreren Jahren um den entstandenen Schadensersatz.

Sebastian Frankenberger zeigte sich angesichts der Schilderungen schockiert und entrüstet zugleich. Auch ÖDP-Landtagskandidatin Erika Wiedmann aus Dischingen, die selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist konnte gut nachvollziehen, was diese schlimme Krankheit für den Betrieb aber auch für die Familie selbst bedeutet. Sebastian Frankenberger ermutigte Familie Schiele, ihren bisherigen Weg weiterzugehen und das Gerichtsverfahren durchzuziehen, da ihr Fall zur Hoffnung für die zwischenzeitlich mehr als 1.000, vom chronischen Botulismus betroffenen, Betriebe werden könnte. Auch sicherte der Bundesvorsitzende zu, die "Botulismus" -Problematik innerhalb der ÖDP weiter eng zu begleiten.

Der ÖDP-Bundesvorsitzende Sebastian Frankenberger und Landtags-
kandidatin Erika Wiedmann (beide rechts) diskutieren mit Landwirt
Klaus Schiele. (mitte)