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Mai 2010 Jeder spürt es in seiner eigenen Tasche – die Strompreise steigen. Allein zum Jahreswechsel haben viele Anbieter ihre Tarife angehoben. Aber wer ist daran schuld? Darüber tobt seit Jahren ein Streit zwischen Befürwortern und Gegnern alternativer Stromquellen. Auf den ersten Blick sind die Kosten von Elektroenergie aus alternativen Quellen noch höher als die aus konventionellen Kraftwerken, denn das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" legt fest, dass "alternative" Energien zu einem festgesetzten, subventionierten Preis abzunehmen sind. Die dadurch entstehenden Mehrkosten werden auf die Strompreise umgelegt. Diese Umlage wurde für 2010 von 1,1 auf 2,05 Cent/kWh angehoben. Demgegenüber stehen aber große Vorteile: Erneuerbare Energien arbeiten völlig ohne Schadstoffe und ständigem Verbrauch fossiler Energien. Jede einzelne 1,5-Megawatt-Windenergieanlage spart pro Jahr 9,3 kg Atommüll, 21 Tonnen Schwefeldioxid und 3.342 Tonnen Kohlendioxid. Damit hat Windenergie schon heute einen Löwenanteil an den Klimaschutzzielen der Bundesrepublik Deutschland. Die Behauptung, dass durch angeblich nötige Regelenergie der Schadstoffausstoß steigen würde, ist falsch. Bei richtigem Lastmanagement unter Einbindung zehntausender Sonnen- und Windkraftwerke und der künftig noch größeren Zahl biomassebetriebener Blockheizkraftwerke oder Brennstoffzellen wird keine Regelenergie aus fossil befeuerten Kraftwerken benötigt. Erneuerbare Energien machen die Bürger unabhängiger von den großen Versorgern. Sie schaffen Wertschöpfung und Einkommen für viele Menschen vor Ort- und nicht nur für wenige Aktionäre. Es ist höchste Zeit nachhaltige Alternativen aufzubauen. Dafür braucht es kreative Ideen- und politische Weitsichtigkeit. Dafür stehe ich - voller Energie, Hier können Sie Ihren persönlichen Atomausstieg selber machen.
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![]() Lothar Linse, stv. Kreisvorsitzender Zimmerermeister & Gebäudeenergieberater |
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