"Meine Meinung" - die monatliche Kolumne.
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April 2010
Gentechnik- wir müssen hellwach sein
Wer bei dem im Jahr 2009 verhängten Anbauverbot der umstrittenen Maissorte Mon 810 auf ein dauerhaftes Zurückdrängen der Gentechnik aus Deutschland gehofft hatte, hätte eigentlich nur den schwarzgelben Koalitionsvertrag lesen müssen: „Der Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora für eine kommerzielle, industrielle Verwertung wird unterstützt.“ Dass es mit „Amflora“ einem Tochterunternehmen eines deutschen Chemiekonzern gelungen ist, den Handelsnamen seiner genveränderten Kartoffel in den Koalitionsvertrag unterzubringen, ist mehr als befremdlich, zeigt aber deutlich, die wie auch immer geartete „Verbundenheit“ der Koalitionäre mit der zahlungskräftigen Industrie. Noch ist der Landkreis Heidenheim frei von genveränderten Pflanzen. Dies ist sicherlich auch dem vom Kreistag mit großer Mehrheit am 20.10.2008 verabschiedeten Gentechnikbeschluss zu verdanken. Doch wie das Beispiel Amflora zeigt, dürfen wir uns keineswegs in Sicherheit wiegen. Ich bin sehr froh, dass die Partner des „Aktionbündnisses Gentechnikfreie Anbauregion Kreis Heidenheim" nicht locker lassen und für den Monat April eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Gentechnik, Patente auf Leben und der Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik durchführen werden. Wir müssen hell wach sein, die Gegenseite schläft nicht...
In enger Verbundenheit
Ihr

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 G.Eckhardt, ödp Kreisvorsitzender
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