Kreisverband Heidenheim

"Vom Papiergeld zur Krise"- ödp Kreisrat Eckhardt hielt seine erste Haushaltsrede

HEIDENHEIM / GERSTETTEN, 26.11.2009. 448 Seiten umfasste allein das Planwerk für den Kreishaushalt 2010 über das der Kreistag am vergangenen Montag in Gerstetten öffentlich beratschlagte. Für ödp-Kreisrat Gerd Eckhardt war es seine erste Haushaltsrede, nachdem er im Juni neu in das Kommunalparlament gewählt wurde.
Zu Beginn seiner Ausführungen erinnerte er an das im Jahr 1909 verabschiedete Reichsbankgesetz, mit dem Papiergeld zum gesetzlichen Zahlungsmittel erhoben wurde und die bis dahin verwendete Goldmarkstücke verdrängte. Diese Umstellung auf Papiergeld sei eine der Hauptursachen für die derzeitige weltweite Finanzkrise, deren Folgen insbesondere die Gemeinden vor Ort deutlich spürten. Aber auch im Kreishaushalt steigen, die prognostizierten Sozialkosten auf den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre, sodass die von den Kommunen erbrachte Kreisumlage nicht einmal dazu reiche, um diesen Zuschussbedarf zu decken. Dementsprechend kritisch sieht er die vollmundigen Steuersenkungsversprechen der Regierungskoalition Obwohl nach Ansicht von Gerd Eckhardt eine Erhöhung der Kreisumlage sachlich gerechtfertigt wäre, beantragte er diese auf der Höhe von 33,5 Prozentpunkten zu belassen, da die Krise insbesondere bei den Gemeindenhaushalten "tiefe Spuren hinterlassen habe".
Beim Themenblock Kliniken angekommen freute sich der ödpler über die Lösung zur weiteren Unterstützung des Fördervereins Naturheilwesen. Gerade auch mit der Belegklinik für Homöotherapie habe sich das Klinikum Heidenheim einen guten Ruf erarbeitet, der weit über die Kreisgrenzen hinausgehe. Zur kompletten Haushaltsrede.

 

20 Mark Reichsbanknote
Vor 100 Jahren, im Jahr 1909, wurde das Reichsbankgesetz beschlossen und
damit Papiergeld zum "gesetzlichen Zahlungsmittel". Eine der Ursachen, für
die jetzige Finanzkrise unter der vor allem die öffentlichen Haushalte leiden.